Beziehung

Die Freundin und die Arbeit

Ihr arbeitet zehn Stunden am Tag und jetzt stresst auch noch eure Freundin herum? So mancher Workoholioc hat schon aus Versehen seine Beziehung ruiniert. Hier lest Ihr, wie es gleichzeitig mit Karriere und Beziehung klappen kann.

Der Beruf ist ein unterschätzter Beziehungskiller. Schnell wird für die Karriere mal an den Wochenenden ein Telefonat geführt oder man macht gelegentlich Überstunden und zwei Tage die Woche ist man sowieso auf Dienstreise. Abends ist man dann einfach nur noch müde und will eigentlich keine tiefgreifenden Gespräche mehr führen, sondern nur etwas essen und ins Bett. Leider werden in unserer Gesellschaft vor allem Männer extrem an ihrem Beruf und Einkommen gemessen. Über dem ganzen Stress Karriere machen zu müssen, vergisst so mancher seine Prioritäten zu setzen.

Früher war das deutlich einfacher. War die Horde satt und sicher, hatte auch das Steinzeitmännchen mal frei. Heute ist die nächste Email oft nur einen Vibrationsalarm entfernt. Studien zeigen jedoch, dass für das Lebensglück nicht die Menge an Geld, die Anzahl an Häusern und die Menge an Frauen die Ihr habt entscheidend ist, sondern die Qualität eurer wichtigsten Beziehungen. Gute Beziehungen machen nicht nur glücklich, sie halten Euch auch gesund und bereiten euch ein längeres Leben. Daher solltet ihr in eure Beziehung mindestens genauso viel Zeit und Mühe investieren wie in Euren Job.

Die meisten Frauen sind sehr stolz darauf, wenn ihr Mann beruflichen Erfolg hat, denn es erhöht seinen Wert als Futterspender. Mit einem erfolgreichen Mann fühlt sich Weibchen nicht nur besser abgesichert, sie kann auch besser mit ihm angeben. Wenn eure Freundin also eifersüchtig auf Euren Job ist, wird sie so etwas meistens nicht leichtfertig äußern und es kann gut sein, dass sie Recht hat.

Daher mein Rat:

Schafft euch Zeit für Privatleben

Klärt mit eurer Arbeit, dass Feierabend auch wirklich Feierabend bedeutet und ihr dann nur Anrufe entgegennehmt, wenn wirklich die ganze Firma brennt. Hält sich die Arbeit nicht daran, schaltet das Handy nach der Arbeit auch mal aus. Es ist euer gutes Recht, nach Feierabend nicht zu arbeiten. Auch in privaten Situationen hat die Arbeit nicht zu stören. Wenn ihr gerade ein persönliches Gespräch mit eurer Partnerin habt oder vielleicht sogar Sex, geht nicht ans Handy. Ein paar Minuten können sie auf euren Rückruf warten.

Macht mindestens einmal im Monat einen Abend, an dem ihr euch wirklich Zeit füreinander nehmt. An diesen Abend bleibt der Fernseher aus und es werden auch nicht Sachen erledigt, die im Haushalt liegen geblieben sind. Sprecht darüber, was euch im Moment beschäftigt, welche Veränderungen vielleicht anstehen, was bei euch in der Arbeit passiert und was ihr in nächster Zeit plant. Hört euch das auch von eurer Partnerin an. Besprecht in Ruhe Probleme die Ihr in eurer Beziehung sehr, Wünsche die ihr an den anderen habt und Dinge die im Moment schlecht oder besonders gut laufen. Nutzt die Chance um ihr eure Wertschätzung zu zeigen. Und wenn der Abend gut läuft habt mal wieder außergewöhnlichen Sex, nicht das übliche reinraus und dann schlafen. Genießt euch ein bisschen gegenseitig jenseits des ganzen Stresses.

Bezieht Eure Partnerin mit ein

Besprecht wichtige berufliche Entscheidungen mit eurer Partnerin. Wenn ihr in Zukunft deutlich mehr arbeitet, weniger zuhause seid oder vielleicht sogar einen Umzug in Erwägung zieht, dann betrifft es sie genauso sehr wie euch. Mit jeder dieser Entscheidungen entscheidet Ihr euch im Zweifelsfall auch ein Stück weit gegen eure Partnerin.

Respektiert Ihre Meinung. Sie ist nicht verpflichtet eine Fernbeziehung zu führen, umzuziehen, die habe Woche alleine zu Abend zu essen, ihre Arbeitsstelle aufzugeben, mehr Arbeit im Haushalt zu übernehmen oder was auch immer die Konsequenzen sind, wenn sie das nicht möchte. Ihr habt keinen Anspruch auf ihre Unterstützung. Wenn sie euch unterstützt, damit Ihr euch beruflich ausleben könnt, dann nur, weil sie sich (hoffentlich) freiwillig dafür entschieden hat.

Respektiert die Arbeit eurer Partnerin.

Auch wenn sie vielleicht nichts oder deutlich weniger verdient als ihr, ist ihr Job trotzdem wichtig und anstrengend. Auch wenn sie zuhause ist und die Kinder hütet, ist es nicht ihr Job euch hinterher zu räumen, kochen, waschen putzen etc. Wenn eure Partnerin Vollzeit arbeitet erst recht nicht. Daher vergesst neben der Karriere eure Pflichten im Haushalt nicht und entlastet sie auch mal, wenn sie einen stressigen Arbeitstag hatte. Übrigens: Müsste man um die Leistungen einer Mutter, die sich um die Kinder kümmert und den Haushalt macht durch Angestellte erwerben, wäre man bei Lohnkosten von über 4000€ pro Monat.

Siehe auch: Was ist in einer Beziehung erlaubt?

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Mrs. Lovehacks

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